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Pro Titanimplantate
Was spricht für Titanimplantate?

Welchen Test gibt es?

LTT-Test (Lymphozyten Transformationstest)

Allergische Reaktionen sind heute keine Seltenheit mehr. Eine Vielzahl der Menschen reagiert auf gewisse Substanzen empfindlich, ohne dies überhaupt zu bemerken. Es ist auch nicht immer notwendig zu wissen, was man nicht verträgt, da manche Materialien nicht unbedingt in unseren Körper gelangen.
 
Anders ist das, wenn eine Implantat-Therapie begonnen werden soll. Ein Fremdkörper stellt für den Organismus immer eine vorübergehende Belastung dar. Daher ist es wichtig, vor der Behandlung einen Test durchführen zu lassen, der Klarheit über den gesundheitlichen Zustand gibt. Gerade für Menschen, die an Umwelterkrankungen, Allergien oder anderen chronischen Erkrankungen leiden, kann ein Lymphozyten Transformationstest (LTT-Test) aufschlussreich sein.
 
Wie funktioniert der LTT-Test?
Für die Untersuchung werden 20 ml Blut des Patienten benötigt. Dieses wird dann im Labor untersucht. Es ist wichtig, dass das Blut noch am Tag der Blutabnahme eingeschickt wird, damit keine Veränderungen auftreten.
 
Aus dem Blut werden die Lymphozyten gewonnen und anschließend mit den Testmaterialien in Kontakt gebracht. Nach einer gewissen Reaktionszeit kann eine eventuelle Transformation der Lymphozyten festgestellt werden. Reagiert der Patient auf die Testmaterialien negativ, sollte das Einbringen eines Implantats mit Bestandteilen des Allergietestes vermieden werden.
 
Auch nach dem Einsetzen von Zahnersatz und bei Vorhandensein einer Erkrankung ist es ratsam einen LTT-Test durchführen zu lassen. So kann festgestellt werden, ob die Erkrankung von dem eingesetzten Material hervorgerufen worden ist.
Was kostet dieser LTT-Test?
Dieser Test wird nicht in jedem Fall von der Krankenkasse bezahlt. In einigen wenigen Bundesländern zahlen gesetzlich Versicherte nichts, in anderen Ländern wiederum muss der Patient die Kosten selbst übernehmen. Daher ist es ratsam, sich vor Beginn der Behandlung bei der zuständigen Krankenkasse zu informieren. Die Kosten variieren von Labor zu Labor. Darüber hinaus ist es entscheidend, wie viele Metalle getestet werden sollen und welche Art von Metallen. Die Preisspanne bewegt sich dabei zwischen ca. 50-250 Euro.
Wo kann ich den LTT-Test machen lassen?
Spezialisierte Zahnärzte, bieten ihren Patienten, die zu der genannten Risikogruppe gehören, einen LTT-Test an. Es ist auch möglich die Blutprobe direkt beim Labor entnehmen zu lassen. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass das Blut aufgrund des Transportweges nicht verändert wird. Welche Labore solche Tests anbieten, können Sie bei Ihrem Zahnarzt oder Hausarzt erfragen.
 
Wenn bereits eine Erkrankung vorliegt, kann mit dem LTT-Test auch im Nachhinein untersucht werden, ob die Beschwerden von dem eingesetzten Zahnersatz kommen.
Kann ich trotzdem Zahnimplantate haben?
Sollten Sie zu den Risikopatienten für Titan-Zahnimplantate gehören, wäre es sinnvoll einen Allergie-Test durchführen zu lassen. Eine Alternative zu Titan-Zahnimplantate sind Vollkeramik-Zahnimplantate. Diese Implantate sehen Titan-Zahnimplantaten in der Form sehr ähnlich, bestehen aber aus Zirkonoxyd, einer Hochleistungskeramik.
 
Spezielle Fertigungsverfahren verhindern sprödes Brechen, wie man es von normalen Keramiken her kennt. Es kommt den Keramik-Zahnimplantaten zugute, dass in den letzten Jahren Zahnersatz aus Zirkonoxyd Furore gemacht hat. Somit hat der Zahnarzt jetzt nämlich die Möglichkeit von der künstlichen Zahnwurzel, was nichts anderes ist als ein Zahnimplantat, bis hin zur Krone ausschließlich mit einem Material zu arbeiten.
 
Das bedeutet, dass es gerade bei den gefährdeten Patienten zu keinen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Materialien im Mund kommen kann. Damit werden natürlich auch ungewollte Wechselwirkungen mit dem gesamten Organismus minimal.